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Bioverträgliche Implantologie





Neue Lebensqualität durch künstliche Zähne

IMPLANTATE

ZU NEUER LEBENSQUALITÄT MIT IMPLANTATEN

Das Implantat – künstlich, aber der Natur am Nächsten: Die Idee ist simpel und faszinierend. Anstelle verloren gegangener Zähne, die uns nicht mehr zur Verfügung stehen, werden einfach festsitzende, künstliche Zähne eingesetzt. Implantate haben das Spektrum der zahnärztlichen Behandlungsmöglichkeiten erheblich erweitert. Mit Hilfe von Implantaten lassen sich Vollprothesen fest im Knochen verankern, was für Patienten mit zahnlosem Kiefer eine enorme Verbesserung der Lebensqualität bedeutet. Auch dort, wo herkömmliche Versorgungen mit Brücken und Prothesen ebenfalls gute Ergebnisse erwarten lassen, bietet der Einsatz von Implantaten heute große Vorteile.
Implantate verhindern oder verzögern Knochenabbau: Ähnlich wie Muskeln, die sich bei Nichtgebrauch zurückbilden, schwindet auch der Kieferknochen, wenn er nicht belastet wird, z.B. durch fehlende Zähne. Implantate leiten den Kaudruck, wie unsere natürlichen Zähne, direkt in den Kiefer und hemmen so den Knochenabbau.
„Fester Biss“: Mit einer implantatgetragenen Vollprothese kann Nahrung wieder besser zerkleinert werden, da der zuvor „wackelige Zahnersatz“ nunmehr festen Halt auf den Kieferkämmen bietet.Auch die Sprachbildung erfährt große Vorteile, da Prothesen i.d.R. viel graziler gestaltet werden können und nicht mehr derart große Weichgewebsareale abdecken müssen. Dies stellte bislang auch häufig bei „Würger“-Patienten ein großes Problem dar. Ist die Zerkleinerungsfunktion verbessert, wird Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes natürlich vorgebeugt.

WAS IST EIN IMPLANTAT?

So wie natürliche Zähne durch ihre Wurzel im Kiefer eingebettet sind und dadurch ihren Halt bekommen, muss auch der neue Zahnersatz mit einer künstlichen Zahnwurzel (enossale Anteil) im Kieferknochen verankert (implantiert) werden. Das Implantat besteht meist aus mehreren Teilen:
- einem dübelförmigen Implantatkörper, der im Knochen verankert wird,
- einem Pfosten oder Halsteil, das die Verbindung zum Zahnersatz herstellt und
- der sog. Suprakonstruktion, dem prothetischen Aufbau (z.B. Krone, Brücke oder Stegkonstruktion)

Wichtig! Nur der Spezialist sollte implantieren! Da es zur Berechtigung zur Implantatbehandlung nur einer Approbation zum Zahnarzt bedarf, sollten Sie sich vergewissern, dass auch nur ein implantologisch speziell ausgebildeter Zahnarzt eine Implantation vornimmt!

Biokompatibilität: Die Implantatkörper werden heute aus Materialien hergestellt, die als biokompatibel gelten (keine Abstoßungsreaktionen des Körpers). Bei den meisten Implantaten wird Titan verwendet, das in der Orthopädie bereits seit Jahren erfolgreich angewandt wird.

Die Mundhygiene! Eine regelmäßige und gründliche Zahnpflege ist für den langfristigen Erfolg von Implantaten von größter Bedeutung. Lassen Sie deshalb zur notwendigen Nachsorge für Ihre Implantate Ihre professionellen Zahnreinigungstermine und die besondere häusliche Mundhygiene nicht aus! Wir beraten Sie gerne!

TYPISCHE ANWENDUNGSFÄLLE FÜR IMPLANTATE

Einzelzahnlücken: Die Einzelzahnlücke war ein typischer Fall für die Versorgung mit einer Brücke. Allerdings mussten für die Verankerung der Brücke die Nachbarzähne massiv beschliffen werden, so dass unter Umständen völlig gesunde Zahnsubstanz verloren geht. Es lohnt sich also durchaus, gerade bei Einzelzahnlücken von vornherein über ein Implantat nachzudenken. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Nachbarzähne vollkommen frei von Karies, Füllungen und anderweitigen Versorgungen sind – ein Fall, der häufig bei unfallbedingten Zahnverlusten eintritt.
Große Zahnlücken: Je größer die Zahnlücke ist, desto schwieriger wird es, diese noch mit festsitzendem Zahnersatz zu versorgen. Zahnärzte raten nicht selten von Brücken ab, die mehr als drei fehlende Zähne überspannen sollen. Wenn der Patient eine Teilprothese vermeiden will, bietet sich die Versorgung mit Implantaten an. Dabei kommen Brückenkonstruktionen zum Einsatz, die entweder ausschließlich auf Implantaten oder kombiniert auf Implantaten und eigenen Zähnen befestigt sein können. Durch verschiedenartige Verankerungen dar Implantate (Ankylosierung, Verknöcherung) und der natürlichen Zähne (Aufhängung über ein Faserapparat) im Knochenfach bevorzugen wir viel i.d.R. die rein implantatgetragene Versorgung
Verkürzte Zahnreihen: Bei verkürzten Zahnreihen, wir nennen sie Freiendsituationen, ist die Versorgung mit herkömmlichem Zahnersatz besonders schwierig, da der für eine Brücke erforderliche zweite Pfeilerzahn fehlt. Man weicht daher auf Prothesen aus, die über teils quer durch den Mund gespannte Metallverbindungen und Klammern an gesunden Zähnen befestigt werden. (Nachteile: störender Metallbügel, kein 100%ig fester Sitz, u.U. ist das Metall der Klammern sichtbar, eingeschränkte Geschmackswahrnehmung, unphysiologische Belastungsverhältnisse). Hier bietet sich die Verwendung einer implantatgetragenen, festen Brücke als Alternative an.
Zahnlose Kiefer: Bei implantatgestützten Vollprothesen unterscheidet man zwischen herausnehmbarem und festsitzendem Zahnersatz. Für festsitzenden Zahnersatz werden insgesamt mehr Implantate benötigt (standardmäßig im Oberkiefer mindestens 6 Implantate, im Unterkiefer mindestens 4 Implantate notwendig sein können. DGZMK, 2005). Die genaue Anzahl der Implantate hängt von der individuellen Mundsituation des Patienten ab und sollte sorgfältig abgewogen werden.

WANN SOLLTE NICHT IMPLANTIERT WERDEN?

Schwere Allgemeinerkrankungen: Bei schweren Herz- und Kreislauferkrankungen, Störungen der Blutgerinnung, Leukämie, Stoffwechselerkrankungen (z.B. nicht gut eingestellte Diabetes) oder bei regelmäßiger Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Kortison) wird eine Implantation als kritisch erachtet.
Krankhafte Veränderungen der Mundhöhle können ebenfalls gegen eine Implantation sprechen.
Rauchen ist ein wichtiger Risikofaktor für die Einheilphase. Untersuchungen haben gezeigt, dass durch Rauchen vermehrt Implantate nicht richtig einheilen und frühzeitig verloren gehen. Erfolg eine nur unzureichende Mundhygiene im weiteren Verlauf, kann dann eine sog. Periimplantitis (Infektion des Implantatlagers) und ein vorzeitiger Verlust des Implantates erfolgen.

ABLAUF DER BEHANDLUNG

Schritt 1:
Voruntersuchung und gegebenenfalls Vorbehandlungen
Implantationen sind operative Eingriffe, die mit Sorgfalt vorbereitet werden müssen. Dabei muss zunächst einmal geklärt werden, ob in lhrem konkreten Fall eine Implantation überhaupt möglich ist. Wir werden Sie nach Allgemeinerkrankungen und zu lhrer zahnärztlichen Vorgeschichte befragen und Sie bitten, sich bei Ihrem Hausarzt diesbetrefflich vorzustellen. Danach erfolgt eine Untersuchung der Mundhöhle (Zähne, Schleimhaut, Kieferknochen). Sollten bei dieser Untersuchung Karies, Zahnfleischentzündungen oder andere Erkrankungen gefunden werden, dann planen wir, erst diese behandeln, ehe die Implantaltion eingeleitet wird, um im Vorfeld die Erfolgsaussichten unseres Implantates nicht zu schmälern.
Fachliche Informationen
Beim sogenannten „zweizeitigen“ Verfahren liegt zwischen der Einpflanzung des Implantatkörpers und dem späteren prothetischen Aufbau eine Einheilphase. Für den Unterkiefer rechnet man mit Einheilzeiten von 3 Monaten, beim Oberkiefer mit 6-8 Monaten (KZBV - www.kzbv.de). Während dieser Zeit sollte das lmplantat möglichst nicht belastet werden, und Sie müssen penibel auf Ihre Mundhygiene achten. Ein weiterer Befund, der gegen eine sofortige Implantation spricht, ist ein nicht ausreichendes Knochenangebot. Der Implantatkörper braucht genügend Knochensubstanz, um langfristig stabil einwachsen zu können. Fehlende Knochensubstanz kann je nach individueller Situation wieder neu aufgebaut werden. Dazu wurden verschiedene Verfahren entwickelt, die aber die Behandlungszeit erheblich verlängern. Der sogenannte ,,Sinuslift“ z.B. erhöht das Knochenangebot im Oberkiefer durch Einbringen von Knochenersatzmaterial in die Nasennebenhöhle (Sinus). Diese und weitere individuellen Gegebenheiten aber werden gründlich von uns geplant und mit Ihnen besprochen.

Schritt 2: Implantation
Erst, wenn alle Vorbehandlungen und chirurgische und prothetischen Planungen abgeschlossen sind und keine sonstigen Bedenken bestehen, erfolgt die Implantation. Dabei wird der lmplantatkörper unter lokaler Betäubung in den Kieferknochen eingepflanzt. In der Regel ist dieser Eingriff für den Patienten schmerzfrei und routiniert. Je nach Implanlatsystem ragt der Implantatkörper nach dem Eingriff offen in die Mundhöhle hinein (sogenanntes ,,einzeitiges“ Verfahren hier kann sofort ein prothetischer Aufbau erfolgen) oder wird zunächst mit Schleimhaut bedeckt (,,zwei zeitiges“ Verfahren, bei dem der prothelische Aufbau erst nach einer längeren Einheilphase erfolgt). Das zweizeitige Verfahren wird heute überwiegend praktiziert, weil die Einheilung sicherer verläuft.

Schritt 3: Prothetischer Aufbau
Nach erfolgreicher Einheilungsphase kann nun der neue Zahnersatz (Kronen, Brücken, Prothesen) auf den Implantatkörpern befestigt werden.

RISIKEN & PROGNOSE
Risiken & Nebenwirkungen
Als direkte Operationsfolge können Wundschmerzen, Schwellungen, Blutergüsse und weitere Symptome auftreten, die sich aber in der Regel nach wenigen Tagen zurückbilden. Die folgenden, schwereren Komplikationen treten selten auf:
- Gefahr der Schädigung von Nerven im Unterkiefer mit dauerhaftem Taubheitsgefühl in der Unterlippe
- Knochenentzündungen
- Kieferhöhlenentzündungen
- Implantatverluste

Wie lange hält mein lmplantat?
Da die Implantologie eine vergleichsweise junge Disziplin ist, fehlen bislang Daten zur Langzeitbetrachtung. Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK - www.dgzmk.de) hat Daten veröffentlicht, die sich auf Zeiträume von 5-10 Jahren beziehen und den Anteil der nach dieser Zeit noch intakten Implantate mit 71-97% angeben (je nach Indikation, Kiefer, Implantatsystem und statistischer Betrachtung). Angesichts der breiten Akzeptanz bei unseren Patienten und der vergleichsweise sehr guten Wiederherstellung der Natürlichkeit unserer Zähne durch Implantate sind Implantatbehandlungen weltweit absolut im Kommen.